Büroservice Berthold

Feedbackgespräche nutzen Ihnen selbst!

Feedback-Gespräche mit Mitarbeitern müssen sein. Die meisten Führungskräfte wissen das auch. Jedoch sehen die meisten den Sinn solcher Gespräche nicht ein und schätzen den Nutzen gering. So kommt es, dass die Gespräche als Zeitverschwendung eingestuft und als Pflichtübung lustlos abgehandelt werden.

Damit vergeben Sie sich eine große Chance. Denn ein Feedback, ganz gleich ob kritisch oder unterstützend, ist zunächst ein Zeichen der Aufmerksamkeit: Der Chef, Kollege, Mitarbeiter wendet sich mir zu. Er hat meine Arbeitsleistung wahrgenommen und beurteilt. Diese Art der Wertschätzung ist ein Hauptmotivator und wird leider viel zu selten genutzt.

Und weil konkretes Feedback ausbleibt, interpretieren die Mitarbeiter die Signale, die der Vorgesetzte aussendet, oft falsch: Da wird zum Beispiel die schlechte Laune des Chefs als Ablehnung einer Präsentationsvorlage gedeutet oder die unter Zeitdruck kurz gegebene Antwort als Kritik zum eigenen Diskussionsbeitrag aufgefasst.


von Dr. M. - W. Kohfink
 

Nutzen Sie Feedback-Gespräche als wichtiges Führungsinstrument Teil I

Lassen Sie solche Missverständnisse nicht zu.

Setzen Sie Feedback richtig ein und beachten Sie dabei die folgenden 3 Punkte:

1. Bereiten Sie die Gespräche inhaltlich gut vor. Schreiben Sie sich auf, was Sie Ihrem Mitarbeiter sagen wollen.

Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:
  • Was hat er gut gemacht?
  • Was war verbesserungswürdig?
  • Wo liegt Entwicklungspotenzial?
  • Was kann ich selbst tun, um meinen Mitarbeiter zu fördern?
 
2. Bereiten Sie den Gesprächsablauf vor.

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für dieses 4-Augen-Gespräch. Achten Sie nach der Sandwich-Methode auf einen positiven Ein- und Ausstieg.

Nennen Sie Dinge, die gut gelaufen sind, zuerst, dann bauen Sie Ihre Kritik ein. Wichtig ist hier, dass Sie Kritisches nicht verbrämen: Was nicht gut war, weiß Ihr Mitarbeiter wahrscheinlich selbst. Es bringt nichts, wenn Sie um den heißen Brei herumreden. Sagen Sie klar Ihre Meinung und lassen Sie auch Ihren Mitarbeiter zu Wort kommen. Gemeinsam vereinbaren Sie dann eine Lösung.

Wichtig ist die Botschaft: Fehler dürfen vorkommen, sollten sich aber nicht wiederholen.
 
3. Halten Sie am Ende des Gesprächs die vereinbarten Punkte schriftlich fest.

Am besten terminieren Sie ein Folgegespräch. Denn ein häufig gemachter Fehler besteht darin, dass die Ergebnisse aus Feedback-Gesprächen nicht nachgehalten werden.

Daher: Bleiben Sie am Ball. Ihr Mitarbeiter wird es als erneute Wertschätzung verbuchen.