Büroservice Berthold

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Für alle Unternehmer ist es ganz wichtig, dass ihre Kunden bei guter Laune bleiben. Wenn das durch die erbrachten Leistungen nicht zu 100% gelingt, setzen sie noch allerlei Geschenke wie z. B. Eintrittskarten zu Sportereignissen oder Konzerten oben drauf. Eigentlich müssten die Beschenkten nun Einkommensteuer bezahlen, doch das ist ja nicht der Sinn eines Geschenks.

Was bedeutet das für Sie in der Praxis.

von Dr. Marc-Wilhelm Kohfink
 

So unterstützt der Fiskus schon jetzt Ihre Geschenke

Der Gesetzgeber setzt in den vergangenen Jahren der Kultur des Schenkens eine Sparkurfs entgegen. Seither sind kostenlose Urlaube in südlichen Gefilden auf Firmenkosten ebenso unmöglich wie die einst so beliebten Firmenjagden. Demnach sind die Ausgaben für Geschenke auf 35 € pro Jahr und Beschenktem gedeckelt, wenn diese Ausgaben als Betriebsausgaben gelten sollen.

Der Schenkende kann die auf das Geschenk zu zahlende Einkommensteuer übernehmen. Dafür werden 30 % berechnet. Zusätzlich zum Sachgeschenk gibt es also noch ein „Steuergeschenk“.

 

Vermeiden Sie ein Nachspiel beim Finanzamt

In dem Fall ging es um ein Unternehmen, das Geschäftsfreunde großzügig mit Eintrittskarten für Fußballspiele beschenkte. Es waren schöne Plätze, die über 30 € kosteten. Die pauschale Einkommensteuer übernahm das Unternehmen gleich mit, so dass die Geschäftsfreunde vom Fiskus unbelästigt, die Spiele genießen konnten. Dafür meldete sich das Finanzamt und untersagte den Abzug als Betriebsausgabe. Hier liege ein unangemessener Repräsentationsaufwand, denn Sachgeschenk und Steuergeschenk würden zusammengerechnet und das übersteige die 35 €-Grenze. Der BFH gab dem Finanzamt Recht.
 
Sie können ein Geschenk nur dann als Betriebsausgabe abziehen, wenn der Wert des Geschenks plus die dafür anfallende Pauschalsteuer insgesamt die 35-€-Grenze nicht überschreiten.