Büroservice Berthold

Mindstorming

Was tun Sie, wenn Sie ein Problem durchdenken wollen, nach einer Lösung suchen oder eine Entscheidung treffen wollen? Tatsache ist: Unsere Gedanken tendieren dazu, sich bei solchen Gelegenheiten im Kreis zu drehen – oder sich zumindest in altbekannten Bahnen zu bewegen.

Die Mindstorming-Methode hilft Ihnen dabei, über solche Denkgewohnheiten hinauszukommen. Sie funktioniert für jede Art von Fragestellung, persönlich wie beruflich, einfach wie komplex.

von Jörg Schötensack
 

1. Schritt: Das Denken vorbereiten

Nehmen Sie ein DIN-A4-Blatt, und notieren Sie als Überschrift darauf das aktuelle Problem oder Ziel – und zwar in Form einer Frage. Die Frage sollte so konkret wie möglich formuliert sein, das erleichert Ihnen das zielgerichtete Denken.

Tipp: Wenn Sie feststellen, dass Ihre Frage sehr komplex ist oder mehrere Einzelaspekte betrifft, machen Sie lieber mehrere Fragen daraus, die Sie dann in einzelnen Mindstorming-Durchgängen beantworten.
 

2. Schritt: Die Ideen einfangen

Überlegen Sie sich dann 20 Antworten auf die Frage, und notieren Sie sie auf dem Blatt. Die ersten 5 bis 10 Punkte werden Ihnen wahrscheinlich leicht fallen, danach mag es langsamer vorangehen – aber geben Sie nicht auf, bevor Sie nicht wirklich mindestens 20 Antworten gefunden haben. Denn die besten Ideen kommen vor allem dann, wenn die ersten – offensichtlicheren, näher liegenden – Gedanken abgerufen wurden. (Und falls Sie bei 20 noch im vollen Schwung sind: Machen Sie weiter!)
 
Sehen Sie sich Ihre Antworten an:
  • Wählen Sie eine konkrete Idee aus (oder eine geeignete Kombination aus mehreren), die Sie jetzt sofort umsetzen wollen.
  • Notieren Sie sich die ersten 3 nötigen Schritte zur Umsetzung ebenfalls auf Ihrer Liste.
  • Versehen Sie weitere verwertbare Ideen in Ihrer Liste mit einem Umsetzungsdatum und, sofern Sie sie bereits im Kopf haben, ersten Umsetzungsdetails.
So machen Sie aus Mindstorming ein Hilfsmittel für den Alltag

Je häufiger Sie mit dieser Methode arbeiten, umso leichter wird es Ihnen fallen, Ideen abzurufen. Machen Sie doch ein regelmäßiges Hilfsmittel daraus!
  • Je häufiger Sie mit dieser Methode arbeiten, umso leichter wird es Ihnen fallen, Ideen abzurufen. Machen Sie doch ein regelmäßiges Hilfsmittel daraus!
  • Schaffen Sie sich ein Mindstorming-Buch an (oder 2 – eines für persönliche, das andere für berufliche Fragestellungen): nicht zu klein, das heißt mindestens im Format DIN A5, blanko oder liniert.
  • Halten Sie in diesem Buch auch die Umsetzungserfolge schriftlich fest. Betrachten Sie Ihre Kreativität wie einen kostbaren Mitarbeiter: Auch den beflügelt es, wenn er feststellt, dass seine Ideen ernst genommen und umgesetzt werden!